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Kurz nachdem ich diesen Podcast aufgenommen habe, bin ich auf diesen Beitrag gestoßen, lesenswert!
… der etwas andere Podcast.
Kurz nachdem ich diesen Podcast aufgenommen habe, bin ich auf diesen Beitrag gestoßen, lesenswert!
Moin Holger,
danke für die Podcastfolge. Was Du beschreibst kommt mir in gewisser Weise bekannt vor. Wenn auch vielleicht auf eine andere Art und Weise.
Die meisten Entscheidungen, die ich treffe (was technische Geräte also in diesem Fall Kameras betrifft) sind zu praktisch gleichen Teilen emotional und von technischen Details abhängig.
Beschreiben kann ich das vielleicht gut an der Entscheidungsfindung beim Umstieg von der Sony Alpha 68 (Spiegelreflex, APS-C) auf eine Vollformat Kamera. Ich wollte im System bleiben, also kam nur eine Sony Kamera in Frage, auch weil ich dafür eine Menge Objektive rumliegen hatte und habe. Und da kommen jetzt die Details ins Spiel, die du auch im Podcast nennst: Die eine Kamera kann mehr, spricht dich aber emotional nicht so sehr an. Bei mir war es ähnlich, aber eher umgekehrt, ich habe die Entscheidung für den Umstieg eher auf der Suche nach technischem Mehrwert getroffen. Was ich wollte war klar: Vollformat (weniger Rauschen bei gleicher Auflösung) und Spiegellos (Live Vorschau und besserer Autofokus). Die Emotion war dabei eher untergeordnet, eigentlich war es sogar so, dass mir das Gehäuse der A68 sehr gut gefallen hat, das der A7 ist deutlich kantiger und für meine Hände schlechter zu greifen. Dem habe ich mit einem zusätzlichen Griffstück (L-Bracket) abgeholfen, das auch noch ein paar andere Vorteile hat (Arca-Swiss Schienen unten und links). Bei diesem Umstieg ging es primär darum, herauszufinden, was ich eigentlich wirklich brauche. Ich kannte ja die 7er Reihe nicht wirklich und habe dann mehr aus dem Bauch heraus und weil sie gerade im Budget war, die Alpha 7 II genommen.
Mit der Kamera habe ich dann erst mal eine Weile fotografiert und habe mir all die Details erarbeitet, die ich nutzen oder nicht nutzen konnte. Zu der Zeit war auch gerade die A7R auf ein Preisniveau gefallen, das meinem Budget entsprochen hätte, aber es munkelte von Rauschen und eher schlechter Performance des Sensors, also habe ich davon Abstand genommen.
Nach einer Weile hatte ich dann sozusagen meine Liste zusammen, was die Kamera können sollen müsste und welche Details mir an der A7II fehlen, beispielsweise fotografieren ohne den mechanischen Verschluss (silent shooting), das konnte erst die A7III, die war aber nur für das deutlich zu teuer. Aber ich hatte ja Zeit.
Um es kurz zu machen: am Ende bin ich – auch weil sie in mein Budget rutschte – bei der A7R III gelandet, die alles kann was ich brauche und auch für Tele-Aufnahmen eine Kamera aus der 6×00 Reihe überflüssig macht (APS-C Sensor), weil die Auflösung des Sensors fast doppelt so hoch ist und damit deutlich mehr Crop ermöglicht. ich bin mit der Kamera (bis auf den Griff) sehr glücklich und habe jetzt wieder Zeit, bis die A7R IV in für mich erreichbare Preisbereiche rutscht. DIE hat nämlich endlich einen brauchbaren Griff, so blöd es klingt, aber das wäre so ziemlich der einzige Grund für ein Upgrade.
Das ist es, was ich normalerweise mache. Ich versuche die Ausrüstung in meinen Bedarf hinein zu optimieren und bin damit bisher gut gefahren.
Würde Geld keine Rolle spielen, würde ich ggf. auch zur A7R V greifen, deren Griff ist noch eine Spur besser…
In diesem Sinne viele Grüße und weiterhin fröhliches Knipsen!
Stefan
Hallo Stefan.
Vielen lieben Dank für dieses ausführliche Feedback !!!